Eine Collage
Der Theaterplatz in Weimar – hier kommt zusammen, was diese Stadt
ausmacht: Weimarer Klassik, Weimarer Republik und Weimarer Bauhaus.
Der Platz ist aber ebenso ein Ort der Weimarer Bürger. Zu ihnen
gehören auch Skater und Trinker, deren Präsenz vielen jedoch als unangemessen
gilt: Wie wohl kein anderer Ort verkörpert der Theaterplatz
die für Weimar so typische Dualität aus städtischem Alltag und nationaler
Hochkultur.
Und kein anderer Ort in dieser Stadt ist so stark in Bewegung: Der Platz
war einst eine Wiese vor der Stadt, das Denkmal fuer Goethe und Schiller
wurde verschoben, das Theater dreimal ersetzt, in Wielands Obstgarten
steht heute ein Kaufhaus und das Bauhaus-Museum macht Platz für
neue Nutzungen in Coudrays altem Kulissenhaus.
Dieses Buch ist eine Momentaufnahme und eine Bewegungsstudie, ein
städtebauliches Protokoll und ein fotografisches Essay, eine Collage –
und die Feststellung: Eine Monokultur des Erinnerns kann sehr ermüdend
wirken! Der Erinnerungsort in Weimars Mitte könnte etwas
Frischluft gebrauchen.
mit Beiträgen von Klaus Jestaedt, Alf Rößner, Fritz von Klinggräff und
Frank Eckardt, mit einem Photoessay von Christian Rothe
euro 15.90