während politiker noch behaupten, ländliche regionen nicht aufzugeben, sieht die praxis in dünn besiedelten räumen längst anders aus. schulen werden geschlossen,
buslinien stillgelegt, es mangelt an ärztlicher versorgung, die technische infrastruktur wird zunehmend teurer und kulturangebote fehlen. aus der not heraus beginnen
die bewohner, sich um fragen der lebensqualität selbst zu kümmern. „raumpioniere“ engagieren sich für wasser-, gas- und stromversorgung, verkehr, gesundheit,
schulbildung, freizeit und kultur. dabei entstehen neue kooperationen zwischen bürgergesellschaft und staatlichen instanzen. wo aber beides versagt, ist das
demokratische gemeinwesen in gefahr. das buch analysiert den status quo ländlicher regionen, skizziert konzepte einer neuen raumpolitik, stellt ein dutzend projekte
aus der praxis vor und führt hierzu eine debatte mit raumpionieren, politikern, wissenschaftlern und künstlern: mit texten von tina veihelmann, mit projektbeiträgen
von atelier von lieshout und mit fotos von werner mahler, frank schinski (ostkreuz).
216 seiten, deutsch, fadengeheftete englische broschur, german, sewn english paperback, 14,8 x 21,0 cm
design: heimann und schwantes, berlin
editors: kerstin faber, philipp oswalt, stiftung bauhaus dessau, the bauhaus dessau foundation
dessau/ leipzig 2013
euro 25.00