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B L O G :

2014-04-04

MZIN GRAND FINALE: DEBUG #181 — ELEKTRONISCHE LEBENSASPEKTE (D) —————— R.I.P.

Die letzte Ausgabe.

Wie ihr sicher erwartet habt, kommt am Freitag den 4.4. die neue und leider vorerst sicherlich letzte Ausgabe der De:Bug an den Kiosk. Wir erwarten Menschenschlangen länger als beim iPhone 7, Gewuschel schlimmer als bei Black Friday, Konfetti! Wahnsinn! Und so. Wird natürlich alles nicht passieren. Wird ein normaler Tag werden, ein letztes Blatt unter vielen, ein Stück Geschichte, das den Bach runtergeht, ohne dass es mehr als uns – aber vielleicht reicht das ja schon, zu wissen, dass es dieses “uns” wirklich gibt, gegeben hat, weiter geben wird – wirklich schockiert. Aber erstmal zum Wichtigsten. Dem neuen Heft. Falls ihr euch fragt, warum wir uns nicht mit einem albernen, merkwürdigen, denkwürdigen Cover verabschieden, sondern eher minimal mit ein paar Namen, Autoren, die für ein besseres Morgen stehen, immer schon standen, und warum die und nicht die anderen Autoren, die sonst noch im Heft sind, da so dick drauf stehen: einfache Erklärung… Haben wir nie gemacht. Alles muss ein erstes Mal sein. Und natürlich stehen die stellvertretend für alle, die jemals etwas für uns geschrieben haben. Wir haben viel zu selten die Schreiber nach vorne gestellt. (Obendrein sollen sie stellvertretend allen danken für die viele Arbeit, wie auch wir allen danken auch für die Arbeit, die jenseits der Ökonomie (ja, ohne Geld) stattfinden musste.

Der erste Plan zum letzten Heft war: lass uns ein Heft voller Manifeste machen. Manifeste für ein besseres Morgen. Aufwachen und alles ist gut. Klar natürlich auch, dass ein Manifest letztendlich nichts anderes ist als ein ausgelutschtes Format, das nach vorne weisen soll, eine Anleitung gibt was man zu tun hat, pure Ethik also. Und das normalerweise auch noch in der etwas verschlufften Listenform. Zahlen! Schön und gut, wir lieben Zahlen. Aber ein Heft voller Listen? Nein. Also doch lieber das Manifest als Leerstelle stehen lassen und am Ende trotzdem für ein besseres Morgen plädieren. Für die Zwischenräume die kommen, die es gab, die wir genossen haben und das unerwartete rauskitzeln.

Ausserdem passte die Vorderseite so gut zur Rückseite. Und die musste nun wirklich sein.

Wir danken also allen Autoren, Fotografen, Layoutern, dem Marketing und allen anderen Menschen, die viel zu oft leider im Hintergrund für diese letzten Ausgabe einmal mehr ihr Leben gelassen haben. Alphabetisch, ohne Gewichtung wie auf dem Cover (auch wenn die, wie immer nach Kriterien zu Stande kam, von denen Buchstabenlänge nicht das letzte ist), denn alle sind wichtig und ein Magazin macht man eben nur zu vielen gemeinsam.

euro 4.50