Deutschland steht vor einer neuen Wohnungsfrage: Die Menschen drängen aus den ländlichen Gebieten in die Großstädte und dort steigen die Mieten. Es fehlen rund 250.000 Wohnungen, auch für Bremen wird der Bau von 14.000 neuen Wohnungen bis 2020 gefordert. Doch für wen und wo sollen diese Wohnungen errichtet werden? Masterstudenten der School of Architecture Bremen haben die Hintergründe dieser Entwicklung untersucht und stellen eine zentrale Frage: Könnte der Wohnungsmangel nicht in ein Instrument der Stadtentwicklung umgemünzt werden, und dazu dienen, marginalisierte Gebiete aufzuwerten? – 25 Wohnmodelle für den Bremer Stadtteil Gröpelingen suchen nach einer Antwort auf diese Frage, vom Migrationshäuschen über ein Bildungsdorf bis hin zur Neuinterpretation der Bauhütte als Quell eines neuen Sozialen Wohnungsbaus.
Die Ausstellung 2013 ist in zwei thematische Teile gegliedert. – Teil 1 widmet sich einem Überblick und einer Analyse der Hintergründe, die hinter dieser neuen Entwicklung stehen. Über einfache Grafiken und Installationen wird in Themen wie Regionale Polarisierung, Milieuforschung oder Lebensstilgruppen und deren Wechselwirkung mit Wohnlage und Wohnformen eingeführt. – Im zweiten Teil der Ausstellung werden Lösungsansätze für die „Neue Wohnungsfrage“ am Beispiel des Lindenhofquartiers im Bremer Stadtteil Gröpelingen zur Diskussion gestellt. Anhand von etwa 13 Quartierskonzepten und 25 darauf aufbauenden, programmatischen Wohnungsbauentwürfen wird untersucht, was neue Wohnungsbauinterventionen für die Entwicklung dieses marginalisierten Stadtteils leisten können.
euro 14.00
