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2015-05-15

MZIN RESTOCK: FORM #253 — LAND OF DESIGN SWITZERLAND (D)

Es ist doch immer wieder erstaunlich, welch schlechten Ruf das Design offenbar genießt, auch bei denen, die es besser wissen sollten. So schrieb Gerhard Matzig kürzlich in der Süddeutschen Zeitung (31. Januar 2014, Seite 12): „Der von Frank Gehry gewonnene Wettbewerb für den Berliner Alexanderplatz ist bezeichnend für die kindliche Label-Lust der Städte: Das Design triumphiert über den Stadtraum.“ Warum, so die erste Frage, muss für das behauptete Versagen der Architektenzunft eigentlich das Design bemüht werden? Und zweitens, wer glaubt denn mit dem Spiel „Gute Disziplin – Schlechte Disziplin“ ernsthaft gestalterische Herausforderungen angehen zu können? Design ist kein Schnickschnack und schon gar nicht der Buhmann der Nationen. Und es ist an der Zeit, dass Designer – wie bei Architekten, Ingenieuren und Künstlern längst üblich – für ihre Leistung ordentlich erwähnt werden und nicht länger, wie etwa im FAZ-Bericht zur neuen Uhr Metro von Nomos Glashütte (Design: Mark Braun, ↗ S. 17) hinter einer nebulösen Satzwand verschwinden: „Es ist eine Uhr ganz in der Designsprache von Nomos, die jeder erkennt, der einmal ein Modell dieses Hauses bewusst wahrgenommen hat.“


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