DIENADEL ist ein Zeitschriftenprojekt, das Kulturwissenschaftler*innen und Kunststudent*innen zusammenführt und in Austausch treten lässt. Veröffentlicht werden studentische Texte verschiedener Genres mit kultur- und kunstwissenschaftlichen oder medientheoretischen Fragestellungen sowie künstlerische Beiträge.
Peripherien sind Zonen im Abseits. In ihnen findet sich das, was nicht zugehörig ist zu einem Zentrum, zum Mainstream und Anerkannten. Sie entstehen durch die Einführung und Aufrechterhaltung von trennenden Bereichen. Diese Grenzen wiederum errichten »andere Räume«, die neben-, über- oder untereinander existieren. In ihnen wird hart verhandelt: über Zutritt und Einlass, Inklusion und Exklusion, Definition und Negation. Ein Teil der Beiträge unserer zweiten Ausgabe widmet sich der Analyse dieser Räume. Die Arbeiten zeigen, dass und wie sie entstehen und wie die Zugänge zu ihnen geregelt und verhandelt werden.
Doch es gibt auch die »Nicht-Orte« mit ihren alltäglichen Szenarien und Abläufen, die öffentlich und eher zugänglich sind. Auf sie richten wir selten unser Augenmerk. Sie definieren sich dadurch, dass wir durch sie hindurchschreiten, ohne sie eigentlich wahrzunehmen. Doch erst das Innehalten, so zeigen weitere Beiträge, ermöglicht es, diese Form der Peripherie überhaupt erfahren zu können.
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